Lula Systemarchitektur

Technologisch basiert die Architektur des Systems auf der Java 2 Enterprise Edition (J2EE). Zur Implementierung wurden weitestgehend Open-Source Komponenten eingesetzt, die eine große Verbreitung haben. Wo vorhanden und wirtschaftlich sinnvoll, kommen vorhandene Produkte zum Einsatz, wie z.B. das Crystal Enterprise System für die Erstellung und Verteilung von Berichten. 

Probenahmeplanung

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Wie in der Grafik dargestellt, besteht das System aus verschiedenen aufeinander aufbauenden Layern (Ebenen). Die Layer bestehen aus einzelnen Objekten (Enterprise Java Beans, EJBs), die jedes für sich funktionsfähig und mit definierten Schnittstellen versehen sind. Diese Systemstruktur ermöglicht eine hohe Flexibilität, Wiederverwertbarkeit und gute Skalierbarkeit. Durch den Einsatz von Java als Programmiersprache im Serverbereich ist das Hauptsystem weitestgehend plattformunabhängig und kann sowohl auf Windows, Linux und UNIX Betriebssystemen installiert werden. 

Sämtliche Daten werden in einer oder mehreren zentralen SQL-Datenbanken gespeichert. Als Datenbanksystem kann jede relationale Datenbank eingesetzt werden, die „gespeicherte Prozeduren“ und „Trigger“ unterstützt (z.B. Interbase, Oracle, Sybase) und mit einem JDBC-Treiber geliefert wird.
Zum Zugriff auf die Daten in der Datenbank wird ein aus Enterprise Entity Javabeans bestehender Layer verwendet, der Zugriffsrechte auf die Daten und die Konsistenz der Daten überprüft. Alle anderen Komponenten des Systems benutzen diese Zugriffsmodule, um die in der Datenbank gespeicherten Objekte zu manipulieren.
Die in diesem Layer implementierten Objekte können auch von verschiedenen anderen Systemen wieder verwendet werden.

 

Der Geschäftslogik-Layer besteht aus Enterprise Session Javabeans, die die Regeln abbilden, die für die Bearbeitung der gespeicherten Daten gelten. Dadurch, dass die Logik an zentraler Stelle im System hinterlegt ist, kann das System sehr flexibel auf Regeländerungen reagieren. Wenn sich eine Regel ändert, müssen nicht alle Anwendungen, die mit den Daten arbeiten, angepasst werden, sondern es wird nur an einer Stelle im Geschäftslogik-Layer die neue Regel implementiert.

 

Zum Anschluss von Online- und mobilen Geräten stellt das System eine Web-Service-Schnittstelle zur Verfügung. Über das standardisierte SOAP-Protokoll können spezielle Anwendungen mit dem System kommunizieren. Denkbar wäre hier z.B. eine Tablet PC Applikation zur mobilen Verwaltung der Probenentnahmen.

 

Die Ansteuerung der Analysegeräte erfolgt über spezialisierte Treibermodule. Je nach Fähigkeit des Gerätes wird eine bidirektionale oder eine unidirektionale Kommunikation implementiert oder eine auf die Funktionsweise des jeweiligen Gerätes optimierte Eingabemaske erstellt. Kontinuierlich gelieferte Daten werden über Serverprozesse automatisch ins System übernommen. Standarddatenformate (z.B. B3H) werden, soweit sie von den Geräten unterstützt werden, verwendet.
Hardwareseitig werden die Geräte über Terminalserver an das System gekoppelt. Diese ermöglichen einen Zugriff auf RS232-Schnittstellen vom Zentralserver über das Netzwerk. Die Anbindung der Online-Geräte erfolgt – soweit vom jeweiligen Hersteller unterstützt – über standardisierte Schnittstellen (z.B. ASTM). Grundsätzlich wird eine intelligente Treiberstruktur verwendet, die eine einheitliche Schnittstelle zum LIMS bereitstellt und von den Geräten nicht unterstützte Funktionalitäten emuliert. Dadurch können neue Geräte leicht angeschlossen werden und es werden immer alle vom Gerät angebotenen Funktionen verwendet.

Berichte werden mit der Standardsoftware Crystal Enterprise von Business Objects erstellt und verteilt. Die Vorlagen für die Berichte werden mit Crystal Reports erstellt und können von geschulten Benutzern angepasst werden. Neue Berichte können ebenfalls vom Anwender in das System integriert werden. Das Crystal Enterprise System ist in der Lage, Berichte automatisch nach bestimmten Zeitplänen zu erstellen und (z.B. per Email) an verschiedene Empfänger zu versenden. Die erstellten Berichte können in verschiedenen gängigen Formaten (PDF, CSV, Excel, Word) exportiert werden. Berichte sind beliebig parametrisierbar und das Berichtstool fragt die Parameter vor Erstellung eines Berichtes ab.
Mit dem Werkzeug ist es auch möglich Berichte zu erstellen, die geografische Karten enthalten, die aufgrund von Informationen in der Datenbank entsprechend eingefärbt werden.  

Das Berichtswerkzeug ist nicht an die Anwendung gekoppelt und kann für andere Anwendungen genutzt werden. Es müssen lediglich Lizenzen für die jeweiligen Anwender angeschafft werden.
Comitatus verfügt über zertifizierte Crystal Enterprise und Crystal Reports Entwickler und Consultants. Für eine Demonstration des Systems stehen wir Ihnen jederzeit zur Verfügung.

 

Gängige Barcode-Leser werden über das Tastaturinterface des jeweiligen PCs angeschlossen und benötigen keine spezielle Treibersoftware. Sie sind ohne weitere Konfigurationsarbeiten mit dem System verwendbar. Zum Erzeugen von Barcode-Etiketten zur Probenidentifikation werden spezielle Barcodedrucker benötigt, die von System angesteuert werden können.  

Bestehende Drucker können weiterverwendet werden, wenn es entsprechende Windows-Druckertreiber für sie gibt. Alle erzeugten Ausgaben liegen im HTML- oder PDF-Format vor.